Von Bucht zu Bucht

Wie wohnen wir eigentlich?

Weil doch Spätfolgen bleiben, wenn man in seiner Kindheit eine Überdosis Pippi Langstrumpf oder Karlsson vom Dach abgekriegt hat, bauen Schleswig-Holsteiner gern skandinavisch.
Wie wohnen wir eigentlich?

Pippi Langstrumpfs hyggeliger Wohntraum

Weil doch Spätfolgen bleiben, wenn man in seiner Kindheit eine Überdosis Pippi Langstrumpf oder Karlsson vom Dach abgekriegt hat, bauen Schleswig-Holsteiner gern skandinavisch. Wenn ich die Augen schließe und das Kopfkino starte, sehe ich dieses schwedenrote Haus „Amrum L“ von Danhaus nie ohne Pippis großes weißes Pferd mit den schwarzen Punkten auf der Veranda. Ihr Freund Tommy fragte sie ganz verwundert, was das Pferd auf der Veranda zu suchen habe. „Tja“, sagte Pippi nachdenklich, „in der Küche würde es nur im Weg stehen. Und im Salon gefällt es ihm nicht.“

Natürlich kann man dieses Haus, das übrigens nicht in Schweden, sondern im Kreis Segeberg steht, auch ohne Pferd bewohnen. Das hat sogar Vorteile, wenn Söhne zur Familie gehören, die sich mit Pferden bekanntermaßen schwertun. Aber jedenfalls würde ich mein Wohnzimmer ab sofort Salon nennen, einen Fahnenmast in den Vorgarten rammen und eine skandinavische Flagge hissen, wenn das im Kreis Segeberg erlaubt ist. Es wäre sowas von hyggelig.

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